Landwirtschaftliche Blätter, 1921 (Jahrgang 49, nr. 6-52)

1921-02-06 / nr. 6

SE En Be u Tr BA Er ex: 0 En ER 2 Aler Külberaufzuit und rinige damit ver­­bundene Rrankheiten, Bon Dr. Miih Bonfert. (Shhuß.) Bis zum Alter von zwei Wochen bildet bie Muttermilch bie ansfchliehliche Nahrang des Kalbes; um es allmählig an den Gebrauch der Ranwerkzenge zu gewöhnen und um Das = Mieberfanen nub Die Geiamtmagentätigkeit bei Deu Tieren In Gaug zu bringen, verabreigen wir mit Vorteil fehon in, oder doc nach der Dritten Woche etwas Hafer-, gemiicht mit Pjerdes boßnenjchrot, dem bald Darnad einige Hengahen folgen. Mit ber Henmenge fteigt man allmähli, bis Die Tiere im Alter bon 6—8 Wochen 1—1'/; kg pro Kopf und Tag erhalten. Do die ziweimäßige Ernährung allein int es nicht! Den vollen Erfolg in der Aufzucht vermag fie une im Zufammen­­hang mit den übrigen Hilfsmitteln in Haltung nud Pflege zu gewährleiiten. HReihlier Unfeuthalt in friiher Enft, ansgiebige Beweanug nub Übung der Organe und entiprehende Hautpflege, Das Hilfsmittel, das uns eine ebenfo gefundheitd« und leiftungafördernde, wie billige Ernährungsweije bei der Anf­­zucht Des Riudes ermöglicht, nud deshalb unentbehrlich ift, ift die Weide. Kälber unter 6 Monaten uur auf bie Weide zu verweilen, ift urzwedmäßig nnd une dort anzguraten, wo die Weide in der Nähe der Wirifchafiagebände fich befindet, damit die Kälber Schuß dor Witterungsunbillen finden können und wo neben der Mil für Kraftiuiter, 3. ©. Hafer und Bohuenichrot Sorge getragen wird. Für Kälber im eriten Jahr fund nährftoffreiche, ftark Lleehaltige Weiden notwendig. Bei guter Weide können Kälber im zweiten Jahr jeher gut ohne jedes Beifutter gedeihen, bie Ernährung ift. billig, die Ent» widlung und Ausbildung des Körpers nimmt unter Vermei- Dung jedes entbehrlichen Fettanfages beiten Zortjchritt. Für Stiere geftaltet filh ber freie Weidegaug jehwieriger;bi® zu 2/, Jahre darf ihnen une wenig umfangreiches Futter "gegeben werden, im dritten Vierteljahr machen fich durch das Auf fpringen bie unliebjamften Folgen geltend. Es find Danıı ent» weder bejondere Stierweiden ndtig, oder man füttert bie jungen Stiere aus ber Hand and trägt Sorge für m geräumige Saufftänbe. Biblioteca Judeteana ASTRA TI) *21070P* Es braucht wohl nicht bejonber® herborgehoben zu werben, doß zur Vermeidung regelwidriger Beinftelluugen der Inh» boden des Stalles ebew und daneben troden fein muß, daß bie jungen Kälber une ans ganz uiedern Krippen, unter Teinen Unftänden aber aus hohen NRaufen gefüttert werden follen, weil fich jonft jeher Leicht ein Erammer Nüden entwickeln Tann. Arch Die Hantpflege bat fehon früßzeltig einznijegen, Damit die Tiere Fein Ungeziefer befommen. Länje und Haarlinge werden am leichteften in ber Weije befeitigt, doß man die befallenen Körperftellen mit einer Bürfte mit gewöhnlichen Majchindl eiaftreicht, Dem etwas Petrolenm zus gefegt wird. Da Die Eier jedoch wicht zugrunde gehen, ft eine nenerliche Behaudlang nach 4—5 Tagen notwendig. Dort wo ein warmer Stall zur Verfügung feht, empfiehlt es fi, die Haare abzufcheeren, weil Diefes Die Hautpflege erleichtert, daneben aber auch den Stoffwechjel anregt; Die Tiere be» kommen befjers Appetit. Spulwärmer im Darmlanal ber Sangfälber fommen häufig vor. Gewökulih erfranten die Tiere im Alter von 3—5 Monaten, doch hat man jihon bei 10 Tage alten Kälbern Krankheitzerjcheinungen gefunden, Die auf Spulwürmer bin« deuten. Die Unftedung erfolgt durch Aufaahute der Spul« iwurmeler mit dem Futier nnd dem Triufwafler, durch Bes ledten von Gegenftäuben, wohis fie mit dem Kot kranfer Tiere geraten find. Saugende Kälber werden in Den meiften Fällen fo augeftedt, daß fie während des Sangens bie box der Strem auf die Enterzigen geratenenEier abjchluden. Srautheits­­eriheiunngen find gewöhnlich wur Daun zm beobachten, wein biele Würmer im Darmlanal find; Die Tiere magern ab, das Haarkleid wird glanzlos und geitränbt, Berftopfung wechjelt mit Darchfell ab, ea ftellen. fich Ircljichtige Exjchel« unugen ein und and bem Manl wird ein eigentäm­­licher, dDuchdringender Geruch verbreitet. Zu Diefer Zeit findet man bei genaner Unterfuchung auch bie uud da im Kot die 15—20 cm langen, rötiichweißen, Duurchjcheinenden, an beiden Euden zugeipigten Würmer, doch mnE diefes nicht immer ber Fall fein. Eier werden aber ftet# in großer Menge mit dem Kot anzgeichleden,*) bie, nachdem fie ein gewiles Entwillungeftabium durchgemacht Kaben, andere Rälber bes Beitandes auftedden Tönnen. *) Kotunterfuhungen auf Wurmeier werben au der Drebiafiger IRSEETENE jederzeit beveitwillig ih otd. i. Mitglieder, bzw. je zwei Xeilnehmer| 449 Lei BO B., 1, ©. (120 ]-om) 227 Lei Auffäge und andere Beiträge für die „Sanbwirtihaftliden | de3 Vereines erhalten daB Vereindorgan unentgeltlih, und 2 en) a Blätter“ find an die Oberwerwaltung bes Lanbiwirt- | wird dasjelbe fumulativ an bie Drtßvereine gejendet, bie die Verteilung zu bejorgen haben. — Bezugsgelber . siadandieoberverwaltungdegSiebenbsfächstichensanvsAnzetgenundbiesebübrendafllrübetsimmtberstkleier, wittfchaftssereinesznsenden. I-anchdtuchnurnachborhereingehoktet Genehmigung und mit voller Quellenangabe geftatief. Ss \Bnßelt: Über Kälderaufgucht und einige damit verbundene Sraufetien. — Nachteile ber zu langen Nugung bon Mleegrasidiägen. — Landivitt- Imafılihe Wanderveriammlung ir Neuftadt, — Mitieilungen. — Gefhäftliche Mitteilungen. — Unterhaltended nud BVBelehrended, Etwas für Herz und Gemüt: ‚Geiftine Strömungen, (Berradtung). — Ans dem Leben für da3 Leben: Nüdbiid auf die erften awanzig Urbelisjahre des Alzener Spar- und Vorichußvereined. — Wohhenfhau. — Anzeigen. -— Biefe Glätter erfcheinen jeden Sonntag 1 Gogen Ruck. | Ihaft8vereines in-Hermannftadt zu fenben. * Handicriften werben nicht zurücgeftellt. (eoD-s-)Land-»S-(soU-a-)nl«i,I-c. (15D-cm)ssl«ei. s.MeistinMannstabtunballellnseiseaqefsstr.,« ine 6. Sehrune 1921. 1921. 49, rel Au dn ie Teil antalhere Dam. En Keitnchmer| ogenpteis: Yı ©. (480[]-cm) 780 Lei, yı 6: @0L-em) nn

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