Magyar Közgazdaság, 1937 (7. évfolyam, 1-52. szám)

1937-12-09 / 50. szám

Budapest, 9. Dezember 1937 Export der ungarischen chemischen Industrie nach der Tschechoslovahei und der Schweiz Die ungarische chemische Industrie sichert sich dank der ausgezeichneten Qualität ihrer Produkte ständig sich erweiternde Export­­märkte. Man erwartet gegenwärtig mit gespann­tem Interesse die Ergebnisse der Aussenhan­­delsverhandlungen mit der Tschechosloväkei, wohin gegenwärtig Kunstdünger, Gummiwaren, Aluminiumoxyd, lichtempfindliche Papiere und organische Präparate geliefert werden. Man hofft, dass die Vereinbarungen zu einer Er­weiterung der gegenwärtigen Kontingente füh­ren werden. Nach der Schweiz hat die ungarische In­dustrie bisher Kleister, weiche Gunuuiwaren und verschiedene pharmazeutische Präparate gelie­fert. Auf Grund des mit der Schweiz zu treffen­­den Abkommens ist Aussicht auf einen weite­ren Ausbau des Arzneiwarenexportes vor­handen. Verhandlungen einer ösierrelcüiscSien Firma mü der Papierfabrik Szolnok Unter den Paplerfabriksfcetrieben, dio letzthin gegründet worden sind, hat der eine sejne Kreditoren um ein Moratorium angesucht. Den in Fachkreisen verbreiteten Nachrichten nach soll ein anderer Betrieb, der in der jüngsten Vergangenheit eröffnet wurdo, verkäuflich sein, da angeblich die Eigentümer sich mit an­deren Plänen befassen. Der Szolnoker Papierfabrik wird, wie man auf dem Papiermarkte wissen will, grosses In­teresse entgegengebracht Eine grosse öster­­reichische Papierfabrik verhandelt gegenwärtig mit der Fabriksleitung Szolnok, doch hält man es für wahrscheinlicher, dass die. Erste Ungari­sche Papierfabrik den Betrieb ankaufen wird. Unter den neugegründeten Papierfabriken hat Szentendre den Betrieb begonnen. ■ c.—in Verhandlungen mit der Schweiz Die schweizerisch-ungarischen Handelsbera­tungen bewegen sich in günstigen Bahnen. Ge­genwärtig befindet sich der Export- des ungari­schen Weizens auf der Tagesordnung und die diesbezüglichen prinzipiellen Vereinbarungen sind auch schon zustandegekommen. Ungarn wird im Sinne der Vereinbarungen zu festge­setzter Frist 500.000 Meterzentner Weizen lie­fern. Der Übernahmspreis wird sich auf Welt­parität bewegen, ausserdem wird auch die Frachttarif-Differenz, die zu 1.10—1.30 Frank festzusetzen ist, noch besonders vergütet. In schweizerischer Relation ist die Rede auch von der Ausfuhr anderer landwirtschaftlicher Pro­dukte und Industrieartikel. Gleichzeitig laufen auch Verhandlungen bezüglich der Abwicke­lung des Zahlungsverkehres. Alle diese Ver­handlungen werden voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen, bis das neue unga­risch-schweizerische Abkommen abgeschlossen werden kann. GefBUkjeiexport Der ungarische Geflügelexport erzielt von Jahr zu Jahr sich mehrende Erfolge. Der Markt auserlesenen Geschmackes Englands war sozu­sagen der erste, der die ausgezeichnete Quali­tät des ungarischen Geflügels entdeckte, so dass der jährlich sich wiederholende Truthahnexport nach England bereits zu einem Begriffe gewor­den ist. Auf dem englischen Markte ist eine entschiedene Favorisierung des ungarischen Geflügels feslzustellen, was in einer vermehr­ten Ausfuhr seinen Ausdruck findet. Aber auch in anderen Relationen ist eine er­freuliche Entwickelung des ungarischen GefUi­­gelexportes festzustellen und auch der transat­lantische Expert liefert einen Beweis für dessen Entwickelungsfähigkeit. Vor wenigen Wochen hat Ungarn zehn Waggon Geflügel nach den Vereinigten Staaten von Amerika geliefert, wo man mit der Ware derart zufrieden war. dass eine weitere Bestellung auf zehn Waggon ein­­getroffen ist. Die neue Bestellung ist bereits ab­gegangen. Versicherungswesen Mit dem Ablauf des Jahres wird die Frage des Ansiedelungsverbotes für die ausländischen Versicherungsgesellschaften in Ungarn wieder aktuell. In Ungarn wurde bereits seit einigen Jahren das Ansiedelungsverbot für die auslän­dischen Versicherungsgesellschaften immer wie­der verlängert. Mit Rücksicht darauf, dass im vergangenen Jahre zahlreiche wichtige Ereig­nisse sich auf dem ungarischen Versicherungs­markte abgespielt haben und seit dem Falle Phönix auch zahlreiche Fusionen durchgeführt wurden, hat der ungarische Versicherungs­­' markt immer noch Ruhe und Schonung not­wendig und so ist es zu erwarten, dass das Ansiedelungsverbot neuerdings für ein Jahr ver­längert werden wird. Wie man in Fachkreisen weis, soil diese Verlängerung auch tatsächlich .durchgeführt werden. Koniunkturwentfung ? Zahlreiche Symptome lassen darauf schlies­­sen, dass in der Weltkonjunktur bereits eine ge­wisse Wendung eingetrelcn ist und wenn auch im Vergleiche zu dem Tiefpunkte der seiner­zeitigen Krise von einer Dekonjunklur noch nicht gesprochen werden kann, so ist dennoch soviel sicher, dass sich die beunruhigenden Zeichen im internationalen Wirtschaftsleben mehren. Auch die ungarischen Wirtschafts­krise befassen sich selbstredend mit diesen Erscheinungen und in den vergangenen Tagen lenkte der prominente Führer des ungarischen industriellen Lebens, Magnatenhausmitglied Frans von Chorin, der Vorsitzende des Landes­verbandes der ungarischen Fabriksindustriellen die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit einer Konjunkturwendung. Churin zählte mit wissen­schaftlicher Exaktheit alle jene Zeichen auf, die eine Vorbereitung auf eine gewisse Depres­sion nahelegen. Er führte aus, dass im Aus­lande bereits in verschiedener Hinsicht die Wendung in der industriellen Konjunktur spür­­bar geworden sei, und wenn auch in Ungarn vorläufig nur verstreut derartige Symptome zu beobachten sind, so muss man sich jedenfalls auf alle Möglichkeiten gefasst machen. Die Ausführungen Franz von Chorins haben ihre ernst zu nehmenden ob jektiven -Grundlagen, denn es ist ja nicht mehr zu verkennen, dass die Depression bereits in mehreren Ländern eingetreten ist und die Auswirkung im Welt­wirtschaftsieben sich früher oder später unbe­dingt fühlbar machen wird. Das ungarische Wirtschaftsleben sieht den Erscheinungen der Weltwirtschaft! ruhig entgegen und hat sich vorsichtig und in voller Erkenntnis der zu erwartenden Möglichkeiten auf die Kompensie­­rung der Wirkungen der Depression vorbe­reitet. Es muss festgestellt werden, dass das ungarische Wirtschaftsleben seine volle Ruhe bewahrt, umsomehr, als man davon überzeugt ist, dass es sich im schlimmsten Falle um eine Depression, aber nicht um schwere Dekon­­junktur handeln wird. In Kreisen der Privat­wirtschaft ist man der Auffassung, dass die Auswirkungen der wirtschaftlichen Depression in grossem Masse ausgeglichen werden könn­ten, wenn die Regierung zu einem weitläufiger ausgebauten Investitionsprogramm greift Bei der Regierung ist auch der gute Wille und der Entschluss zur Durchführung dieses Program­mes vorhanden, da man sich ja dessen bewusst ist, dass eine derartige Wirtschaftspolitik für das wirtschaftliche Leben Ruhe und weitere Kräftigung bedeutet. Donau-Seeschiffahrt Wir haben bereits darüber berichtet, dass die Königlich Ungarische Sccschiffahrlsgescll­­schaft ein neues seetüchtiges Donau-Seeschiff vom Stapel gelassen hat, die „Tiszai', ein Motor- Frachtschiff von 1150 Tonnen, 70 Meter Länge und zehn Meter Breite. Das Meisterwerk der ungarischen Schiffbautechnik wurde durch die gleichfalls auf der Höhe der Zeit stehende un­garische Masciiinenindustrie mit zwei Ganz- Jendrassik-Moloren von je 100 Pferdestärken ausgerüstet. Die „Tisza“ ist nunmehr schon das vierte seetüchtige Donauschiff der Gesellschaft. Das Schiff hat sich Sonntags auf seine Reise begeben, beladen mit 500 Tonnen Waren, die im Donaudelta mit weiteren Ladungen ergänzt werden sollen. Das Schiff kann bei günstigen Wasserstandsveihältnissen bis zu 80 Waggon Waren aufnehmen. Auf seinen ersten Weg hat das Schiff, das sich nach Alexandria begeben wird, Metallwaren, Hülsenfrüchte, Holz, Glas­waren, Fayencewaren und anderes Stückgut mitgenommen. Die seetüchtigen Donauschiffe haben im ver­gangenen Jahre insgesamt 25.000 Tonnen Wa­ren verfrachtet und in bemerkenswerter Weise dazu beigetragen, dass die ungarischen Export­waren eine steigende Verbreitung in den trans­atlantischen Ländern finden. Budapest-Besuch der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Bremens Wie wie-bereits mitgoteiU haben, wird der Leiter des Bremer Hafens in Budapest erwartet Im Laufe der vorbereitenden Verhandlungen kam es nun zu einer bemerkenswerten Erweite­rung des Reiseprogrammes, iusoferne, als eine ganze Reihe von vornehmen Bremer Persön­lichkeiten nach Budapest kommen wird. Wie wir erfahren, wird die Bremer Delega­tion unter Leitung des Senators Bernhard hier eintroffen, unter Teilnahme des Direktors des Norddeutschen Lloyds, des Leiters des Bremer Lagerhauses, des Direktors des Bremer Baum­­wollhändler-Vereines und des Leiters der dor­tigen Handelskammer. Die Delegation kommt über Einladung des Ungarischen Ausscnhandelsamtes, des Natio­nal• und Freihafens und der Interessenvertre­tung zweier Speditionsfirmen nach Budapest. Das Leben im Bremer Hafen soll hier durch Filme veranschaulicht werden. Der Leiter der Bremer Delegation, Röwekamp wird am 14. De­zember im Prunksaale des Ungarischen Eisen­bahn- und Schiffahrts-Klubs einen Vortrag über die Beziehungen des Bremer Hafens mit dem ungarischen Aussenhandcl halten. Der Buda? pester Besuch der Bremer Delegation ist für drei Tage geplant. Der Besuch ist von zweifachem Gesichts­punkte aus von Bedeutung. Zunächst soll dar­getan werden, was Bremen vom Gesichtspunkte des ungarischen Exportes aus bedeutet und ausserdem soll das hohe Entwickelungsniveau gezeigt werden, auf welches der Hafen durch zielbewusste Albeit gebracht werden konnte. Es wird also interessant sein, von diesem Standpunkt aus den neuen ungarischen Hafen mit dem ältesten deutschen Freihafen zu ver­gleichen. Der Besuch der Bremer Delegation ist ein neuerlicher Beweis für das Freundschaftsver­hältnis, dass uns mit den deutschen Hafenkrei­sen verbindet, ferner dafür, welch hoher Wert­schätzung sich der ungarische Freihafen er­freut. # Abkommen mit Deutschland Die Wirtschaftsverhandlungen mit Deutsch­land sind nun seit mehr als einer Woche er­folgreich abgeschlossen worden. Die in Berlin durch die ungarischen Staatsmänner Unter­zeichneten Übereinkommen enthalten erfreu­liche Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau des Wirtschafts-Verkehres zwischen den beiden Ländern. Wie wir erfahren, wurden die Verhandlungen hauptsächlich in zwei Richtungen geführt. Einesteils handelte es sich um die Abwicke­lungsmodalitäten der für dieses Jahr noch aus­stehenden Lieferungen, andererseits um die Vor­bereitung eines langfristigen Abkommens in Angelegenheit der Übernahme unserer landwirt­schaftlichen Produkte. Vielleicht am wichtigsten war die Regelung der Weizchlieftrungcn. ' Wie bekannt sein dürfte, besteht ein Übereinkommen hinsichtlich der Lieferung von 300.000 Meterzentner Weizen, von denen 100,000 Meterzentner in Form von Mehl und der Rest in Form von Getreide zur Lieferung gelangt Die Lieferung des gesamten Postens Mehl ist bereits erfolgt während man sich jetzt bei angemessenen Preisen über die Abwickelung der Weizenlieferungen geeinigt hat. Bezüglich der Lieferung von 100.000 Me­terzentner Roggen ist gleichfalls ein Abkommen zustandegekommen, welches sieh auf die Liefer­termine und den Preis erstreckt Für die Vor­­frühlingsmnnate konnte man sich hinsichtlich der Maislieferungen einigen. Von deutscher Seite aus wurden weiter 80.000 Stück Schweine abgeschlossen, von denen 23.009 Stück bereits übernommen wurden: der Rest soll teilweise in Form von Halbschweinen zur Lieferung ge­largen. Auch diesbezüglich kam cs zu einer Übereinkunft, sowohl was den Preis, als auch was die Liefertermine anbelangt Wie wir erfahren, sollen die Weizenlieferun­­gen, in Gänze durch die Falura abgewinkelt j werden. An den Roggenlieferungcn wird auch j der einschlägige Handel teiinehmen, während die Maislieferungen durch den Handel getätigt werden. Sehr grosse Wichtigkeit ist den Besprechun­gen zuzuschreiben, die sich auf ein zukünftiges Abkommen beziehen und jene Bedingungen behandeln, unter denen Deutschland einen Teil der Ernteübcrscbüsse Ungarns zu übernehmen gedenkt. Vorläufig kann noch nicht übersehen werden, in welcher Form dieses Abkommen wohl zum Alzschluss gelangen wird, wenn es überhaupt so weit kommen soll. Es wäre jeden­falls zu überlegen, ob es vorteilhaft ist, einen Teil der ungarischen Ernteerträge fix ahzu­­schliessen. Jedenfalls handelt es sich hier auch um deutsche Interessen, die noch ausführlic.i durchberaten werden müssen. In ungarischen Aussenhandelskreiscn ist man der Meinung, dass die vorstehend behandelten Besprechungen zu einer Erweiterung des Waren verkeil! cs zwischen Deutschland und Un­garn führen werden. Dreher—Hagsfenmacher Erste Ungarische Aktien­bierbrauerei Das Unternehmen hat soeben seine ordent­liche Generalversammlung unter dem Vorsitze von Dr. Eugen Metzler abgehalten, des General­direktors der Ungarischen I.andes-Zentral-Spar­­kasse. Die Generalversammlung nahm die Jah­resbilanz dieses grossen ungarischen industriel­len Konzcrnes mit Anerkennung zur Kenntnis und beschloss über Antrag der Direktion eine Dividende von- 4.80 Pengő auszuzahlen. Dies entspricht beiläufig einer Erhöhung um 15 jPrczent und steht im Einklänge mit der Ver- I mehrung des Umsatzes. Auslandserfolge der ungarischen Paradeiskonserven Die Ausfuhr der ungarischen Paradeiskoniser­­ven hat lebhaft eingesetzt und bereits glänzende Erfolge gebracht. Die bulgarische und die öster­reichische Konservenindustrie war diesmal be­strebt, der ungarischen Ware in England und den nordischen Staaten Konkurrenz zu machen. Dieses Bestreben war jedoch niciit von Erfolg begleitet, da die ungarischen Fabriken sorgsam auf eine erstklassige Verarbeitung der schon an sich ausgezeichneten ungarischen Ware achteten und so kennten die englischen und nordischen Märkte neu erobert werden. Das Renommee der ungarischen Ware wurdo in nicht geringem Masse auch dadurch gehoben, dass der englische Markt eine österreichische Liefe, rung beanstandete und beiläufig 500 Kisten nach dem Aufgeberlande zurückschickte. ZuSden Erfolgen des ungarischen Paradeis­­piiree gesellten sich auch jene des ungarischen Konservenexportes. Die ungarische Ware konnte sich dank ihrer ausgezeichneten Qualität, über­all siegreich behaupten und fand gute und leichte Absatzmöglichkeiten. Donauschiffahrt Dieser Tage sind Verhandlungen zwischen dem Pool und der Interessengemeinschaft der Schiffahrtsuntemehraungen der kleinen Entente eir.geleitet worden. Verhandlungen ähnlicher Art werden in jedem Jahre abgehalten und haben stets den Zweck, für ein Jahr die auf die Kooperation bezüglichen Fragen zu regeln. Die Betriebsgemeinschaft, die zwischen den ungarischen, österreichischen und deutschen Schiffartsunternehmungen besteht, wurde im vergangenen Jahre für mehrere Jahre verlän­gert. Es ist wohl nicht gelungen, ein langfristi­ges Abkommen mit den Unternehmungen der Staaten der kleinen Entente zu tätigen, doch we'den in der Zusammenarbeit für das kommende Jahr voraussichtlich keine Schwie­rigkeiten erwachsen. Optanten kasse Bereits seit längerer Zeit werden Verhand­lungen darüber geführt, dass die ungarischen Optanten aus der für diesen Zweck eingerichte­ten Kasse Vorschüsse erhalten. Die Besprechun­gen waren nun von Erfolg begleilet und die Optanten werden im F'ebruar 1938 einen Vor­schuss von 2 Prozent erhalten. Im Laufe des Jahres 1938 werden weitere Verschüsse ange­wiesen, über deren Grösse und Zeitpunkt je­doch vorläufig noch keine Entscheidungen ge­troffen wurden. . Zwanzigprozentige Ein­­sdiränKimg des östefreislii­­scließ Paplerhontingentes In Angelegenheit der Kontingente für das Jahr 1938 sind zwischen der österreichischen und ungarischen Papierindustrie Verhandlungen im Zuge. Mit Rücksicht darauf, dass der ungarische Markt schon die bestehenden Kontingente nur schwer aufnehmen konnte, ist die Neuregelung dieser Frage unbedingt notwendig geworden. Von den diesjährigen Kontingenten wurden soeben 30—40 Waggon übernommen, obwohl gar kein Bedarf vorhanden war und man den ganzen Posten einlagern musste, um abzuwar­ten, bis der ungarische Markt wieder aufnahme­fähig wird. Der Markt’ konnte also das dies­jährige Kontingent nur mit der grössten Kraft­anstrengung aufnehmen und ist gegenwärtig völlig erschöpft und an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit .angelangt. Die gegenwärtig im Zuge befindlichen unga­risch-österreichischen Papierindustrieverhand­­iungen gehen daher auf eine entsprechende Kürzung des Kontingentes hinaus. Wie wir er­fahren, soll es sich um eine Einschränkung von 20 Prozent handeln. Eine Vereinbarung dieser Art ist auch im Interesse der österreichi­schen Papierindustrie gelegen, da ja der unga* rische Markt ein ähnlich weitläufiges Kontin­gent, wie jenes vom vergangenen Jahre, sowieso nicht aufnehmen kann. KapitaSssir2iäS*M8ig dar Vaftarländischen Kammcgaraspinssarei Die Vaterländische Kammgarnspinnerei und Weberei A.-O. hat ihre Generalversammlung für den 14. Dezember angesetzt. Auf der Tagesord­nung steht Erhöhung des Grundkapitales von 2.942.720 Pengő um 557.230 Pengő auf rund drei einhalb Millionen. Diese Kapitalserhöhung wurde bereits bei Gelegenheit der Generalver­sammlung vom Jahre 1931 beschlössen, mit Rücksicht darauf, dass ein grosser Teil dos Kapitals in Maschinen investiert ist und Kredite in Anspruch genommen werden mussten. Die Durchführung der Kapitalserhöhung musste je­doch seinerseits wegen ötr Banksperre aufge­schoben werden, hingegen erweist sich der ge­genwärtige Zeitpunkt als günstig, die Kapitals­­erböhung in Form der Umgruppierung der Kredite durchzuführen. Die neuen Aktien werden durch die alten Aktionäre im Quotenverhältnis übernommen. Wie wir erfahren, bildet die jetzt in Aussicht genommene Kapitalserhchung blos den ersten Schritt, dem noch weitere Transaktionen fol­gen werden. Wochenblatt Redaktion und Administration: Budapest. V., Bälväny orra 13. Abonnement für Österreich. 00 Sch.. / für Deutschland 40 RM. 11

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