Oedenburger Zeitung, März 1915 (Jahrgang 47, nr. 49-73)

1915-03-02 / nr. 49

—­I v2.2112ii­·z1915. Den Borsig führte Vicepräsident, Com­­merzienrat, Weingroßhändler Josef Spi­­er, der in kurzer marfiger , ungarischer ejtrede dannerfüllten Herzens des am Er­­feinen verhinderten­­ Präsidenten Dr. Minkler und der Mitbegründer gedachte und in innig empfundenen Worten den Dant für diese schöne Humanitäre Schöpfung, die vie­­len Kranken Hilfe und Trost bietet, zum Ausdritt brachte. In Anerkennung und­­ Würdigung der großen materiellen Opfer und der Spende von fünftausend K­ro­­nen zu Vereinszwecken hat der Ausschuß be­­schloisen, den allverehrten Präsidenten mit Hinweis auf dessen unverwerfliche Verdien­­te, welche die Entaltung einer warhaft gegenbringenden Tätigkeit ermöglichten zum Ehrenmitglied des Vereines zu wählen, welchen Beichluß die Festversamm­­lung und raushenden Opationen geneh­­migte. Unter Führung des Kommerzienrats Spiter erschien eine größere Deputation in der Wohnung des fün. Rats Dr. Win­­sler und überreichte, das in der Offizin Rommalter hergestellte, funstvoll aus­­geführte Ehrendiplom, mit ungari­­schem Texte, der deutlch wie folgt lautet: „Die Zubilar-Generalversammlung des Soproner ist. Krantenunterstügungs-Verei­­nes hat anläßlich der 25. Jahreswende seines Bestandes in­ Anbetracht der unvergängli­­chen BVerdienste, die Euer Hochwohlgeboren um die Gründung, zielbewuchte Leitung und das Emporblühen des Vereines sic­h erwor­­ben haben, und vom Wunsche beseelt, ihrem Dante und Anerkennung würdigen Ausdruck zu verleihen, Euer Hoh­m wohlgeboren auf Grund des einhellig und mit Begeisterung gefakten Beischlusses zum Ehrenmitglied des Vereines erwählt. Urf und dessen haben wir dieses Ehrendiplom ausgefertigt und mit unseren Unterschriften und dem Bereinssie­­gel versehen. Gegeben in Sopron, den 2. Febr. 1915. Sosef Spiter fün. Kommerzienrat Viceprä­­ses, Professor Rud. Horpat Schriftführer. Im weiteren Verlaufe der Festversamm­­lung brachte der Vorsigende noch­ zur Kennt­­nis, daß außer den 5000 Kronen des Präsi­­denten, auch von weil­ Moriz Spiter dem Vereine tausend Kronen zur beliebigen V­er­­teilung gewidmet wurden. Einem Central- Mohltätigkeitsfomite, wurden 500­0 aus den Vereinsfafla zur Verfügung gestellt. Nachdem dem Kallier Viola das Absol­­­torium erteilt und auf Antrag des Kreis und Eisenbahnarzte­s Dr. Mari Breuer die bisherigen Funktionäre unter bezeichne­­ten Kundgebungen wiedergewählt und an Stelle des Albert Steiner’s Alexander R­o­­senheim in den­­ Vorstand gewählt wor­­den, schlok Kommerzienrat Spiker die würdig verlaufene Festversammlung. Beruf Delkatesengschäft. EIGNEN. = Grabenrunde Nr. 129. = (Wis-a-vis Cafe „Royal“.) Beste Einkaufsquelle für: Schinken, Salami, alle Arten Käse, frische Fische, Kompotts. — Echte Naturweine, Li­­queure etc. etc. Weintrauben, Datteln, Feigen und Orangen. I­LE zug Telephon Nr. 142. Möblierte Wohnung im Mindest-Ausmasse von 1, Zim­­mer mit 2 Betten, Dienstboten­­zimmer mit 1 Bett und Küche, — vollkommen eingerichtet — wird für vorübergehenden Aufent­­halt zu mieten gesucht. Anträge an die Administration dieses Blattes. 3755 us . Er­re Bedenburger Vestand 3. Ingesweuigkeiten. *. Vortrag des Dr. Strider. Die agile Soproner Sektion des Landes - Advokaten­­bundes legte Samstag ihre Vorträge über die neue Zivilprozestordnung fort. Als Vor­­tragender fungierte der Sekretär des Bun­­des, Advotat Dr. Jakob Strider, der über Urkunde, die Art des Beweises mit densel­­ben, der prozessualen V­ersäumniß und der damit zusammenhängenden Widersprüche und Rechtsfertigung sprach). Der V­ortragende facte das große Materi­­al mit großem Lahmwilsen in ein übersicht­­liches System sammelte mit großem Fleske die auf den Gegenstand des Vortrages be­­züglichen gejeglichen Bestimmungen und bot nicht nur einen zutreffenden Commentar zum Texte des Gesäßes,sondern gab an vielen Stellen auch ganz selbständige, von ju­­ristischem Denken zeugende Meinungen. Die­­ Zubhörerschaft begleitete den wohlgelungenen Vortrag mit Aufmerksamkeit und honorier­­te mit großer Anerkennung. Mit Freude sei festgestellt, daß bei diesem Anlasse nit nur Richter und Movd­aten, sondern auch zahl­­reiche aus der im weiteren Sinne genomme­­nen Juristenwelt dem Vortrage an­wohn­­ten. * Die Wiederholungsschule geschlossen. Die an der evang. V­olksschule bestehende Wie­­derholungsschule wurde gestern geschlossen, weil die Schüler zu Feldarbeiten herange­­zogen wurden. * Für den Noten Halbmond sind seit dem legten Ausweitung beim Bürgermeisteram­­te folgende Spenden eingeflossen: Gustav Bermes 20 K, F­l. V­ilma Felt 15 K, Frau Rudolf Krautz 10 K Samu Graf und Gattin 10 K, Viktor Blasian 10 K, zu­­sammen 65 K, hiezu die bereits ausgewie­­senen 979 K 80 h beträgt die Gesamtsamm­­lung 1044 K 80 h. Weitere Spenden über­­nimmt und quittiert das Bürgermeister­­amt. * Für das Rote Kreuz sind neuerdings beim Bürgermeisteramte folgende Spenden eingefloss­en: Rudolf Hoffmann 5 K, die Spende des Komitates Sopron 1000 K, Ge­­brüder Breuer 20 K, Frau Witwe K­oloman v. Rupprecht 100 K, die Bühnensammlung der höheren­­­ Töchterschule 5 K 43 h, das Broffelforenkollegium­­ der höheren Töchter­­schule 21 K 50 h, zusammen 1151­ K 93 h, hier­zu die bereits ausge­wiesenen 55770 K 62 h, beträgt die Gesamtsammlung 55922 K 55 h. Weitere Spenden übernimmt und quittiert öffentlich das Bürgermeisteramt. * Mbschiedsbrief des Kommandanten. Bür­­germeister Dr. Töpfer erhielt folgenden Brief, von dem scheidenden Kommandanten unserer 76=er: „Ich hatte das Glack 4 Monate hindurch dem Verbande des schönen Regiments der 76. anzugehören. Während dieser Zeit lern­­te ich den vorzüglichen Geist, der in diesem­­ Regimente herrscht, achten und würdigen. Sowie in den zahlreichen Gefechten, die das Regiment seit Feldzugsbeginn bis zu meinem Eintreffen geschlagen, nur hervor­tragende Heldentaten vollbracht hat, blieb es au während meiner Kommandoführung. In den schweren, noch siegreichen Tagen von Szuleszowa, wo das Regiment hervorra­­gendes leistete, hat die Mannschaft trot­z Witterungsbildung und sonstigen Schwie­­rigkeiten den Elan nicht eingebüßt. In den heißen Kämpfen an der Nida wurde der gute Ruf des Regiments neuerdings be­­teiligt. Uneingeschränktes Lob und reichliche An­­erkennung von Seite seiner höheren Vorge­­legten. Schweren Herzens scheide ich daher aus diesem herrlichen Truppenkörper und danfe bei diesem Anlaße dem von edelsten Geiste beseelten Offizierskorps für seine hinge­­bungsvolle Unterstügung und das mir ges­ehenste Vertrauen, der gesamten Mann­­schaft aber danfe ich für die Anhänglichkeit, DOpferfreudigkeit und tapferes Verhalten in alten Gefechtslagen. Mit dem aufrichtigen Wunsche, daß es dem Regimente auch fernerhin gegönnt sei neue Loorbeerblätter in den Kranz der siegreichen Gefechte des Regiments zu flech­­ten, möchte ich allen 76-er das Motto des Sahnenliedes meines ehemaligen Regiments 73 zurufen: „Und wenn die Welt voll Teu­­fel wär! wir führen dich zu Ruhm und Ehr!“ Sem­ih m. p. Direrit.“ * Cafe Estifovits. Täglich Konzert Bela Maffay. Bis 3 Uhr geöffnet. * Slüchfige rusische Gefangene. Aus dem Somorjaer Gefangenenlage sind dieser Zage drei russische Gefangener entsprungen. Sie schnitten im nahen Walde Bäume aus, aus welche sie Flosse herstellten und mi­t elf derselben über die große Donau gelangten. Unter den Russen befanden sich ein Binder und ein Bimmerman. Die Flüchtlinge wurden von der Magyardvarer Gendarmerie bei Kiskodak festgenommen Über die Ursache der Flucht befragt, erklärten fein, von Heimmeh befallen worden zu sein, sie waren­ schon gerne wieder Nußland. Die Flüchtlinge wurden der Militär­­behörde eingeliefert. * Aus der Diözese. Der bischöfliche Vikar Dr. Balic ® hat zum Administrator den ber­aisten Pfarre in Lajtauffalu den Kaplan Johan Gruber ernannt. * Lö­wendrogerie Franz Müller, Spital­­brüde, Sopron, beste Einlaufsquelle. * Kriegskonzert unseres Wohltätigkeits- Frauenvereins. Edle Frauen unserer Ge­­sellschaft unterziehen sich seit Beginn des Krieges der danfens und rühmenswerten Aufgabe das Los unserer im Felde stehenden Soldaten und ihrer zurückgebliebenen Fa­­milien zu verbessern und zu erleichtern. Der Frauen - Wohltätigkeitsverein, an dessen Spite Frau Witwe Dr. Nikolaus v. Schwarz jun. steht, übt wohl jahraus jahrein Wer­­te echter Humanitätsliebe und will­ jekt in diesen außerordentlichen Zeitverhältnissen in der Charité sein doppelt Teil herausneh­­men. Wie von uns gemeldet veranstaltet unser SG­auenverein, der alle Kreise unserer Be­­völkerung zu Dank verpflichtet, am 14. D. uadhm. 5 Uhr ein Konzert in der evang. Kirche. Das Programm enthält bei dem Umstan­­de das der Vorsänger Domkapellmeister, Dr. Eugen ». Kossow und unter Viktor Altdör­fer, der hervorragende Pianist und Organist gewissermaßen die Rathenschaft des Konzertes übernommen, durchwegs ge­­diegene Nummern und versprechen einen wahrhaft erquissten Kunstsenuß. Da außer den Genannten auch die bekannte vortreff­­liche Sängerin Frau von Karolyi-Thirring der Musikverein, verstärkt durch den Lieder­­franz und Obmann des 9.-M.-B.-Klubs, Herr Zupancic ihre Mitwirkung zufan­­zen und das ganze Programm ein besonders gewältes ist, steht mit vollem Recht zu er­­warten, daß die wohl große Kirche in allen Räumen dicht belegt sein wird. Lohnen wir die Mühen unseres Frauenvereines damit, daß das Erträgnis dieses Kriegskonzertes alle unsere Erwartungen übertreffe. Das herrliche Programm lautet: Bach Braeludium und Fuge C’-moll Orgel. Vorgetragen von Heren Prof. Viktor Altdör­­fer, Ehrenmitglied und Ehrenchormeister des Dorden­bruger Musikvereins 2 a) Kaldy: Magyar galyarabos Enefe: b. Ba „DO Ewigkeit du Donnerwort“ Chöre a canel­­la. Vorgetragen vom gemischten Chor des Du­denbruger Musikgesangsvereins, ver­­torft Durch Mitglieder des „Liederfranz“ unter Leitung des Domkapellmeisters Hein Dr. Eugen KRossomw 3. Händel: Largo. Vorgejtragen von Fr. Karolyi-Thir­­tina‘ Cello: Herr N. E. Zunancic Präses des DM. B. Klub; Orgel: Herr Prof. Viktor Miidörfer. 4. a) Währmann: „ Lakt uns sin­­gen dem Herrn“; 5) Mendelsohn: Pilgerd­iprrnd; Chöre a capella. V­orgetragen vom D.­M.-B. (gemischter Chor) verstärkt durch Mitglieder des „Liederfranz“ unter Lei­­tung des Domkapellmeisters Herrn Dr. Eugen Rossomw. 5. Jul. Reubfe: Der 94- te Palm, Sonate in C-moll; Orgel vorge­­­­­­see ri FRE, EBENEN VASE CHR RER EEE HL RENNER ee Zee En­ee Re Be SE DENE BT re gas Min;­ee a re

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