Oedenburger Zeitung, März 1916 (Jahrgang 48, nr. 49-74)

1916-03-02 / nr. 50

.. NI .­.. I- «­­ — «,entsprech­end ein. «HPokal;jJeitii­ta. Plenarsiljiiing ietzaproi­eryaudkiss und Gewerbekammer. Bor der Tagesordnung meldete der Vor­­ligende, daß der Handelsminijter den Kom: ­­merzienrat Anton Schaffer in seiner Ei­­genschaft als Vizepräsident der Kammer bestätigte. Der Handelsminister hat auf prä­­sidiale Anfrage die Kammer verständigt, daß er hinsichtlich der Neufonstituirung der Kammer welche im Mai erfolgen sollte in­­folge der friegerischen W Verwiclungen seine Verfügung zu treffen gedenke. Die Mitglie­­der der Kammer werden demnach ihr Mans­dat vorderhand auch über den Zeitpunkt ih­­rer Betrauung beibehalten. Präsident Spiegel widmete sodann einen warmen Nachruf dem verstorbenen korre­­spondierenden Mitglieder Josef Geren ser­n. meldete, daß die neugewählten kor­­respondierenden Mitglieder diese Betrauung angenommen hatten. Gleichzeitig begrüßte er den Direktor der Erportmühle­ U. ©. in Szombathely Armin Lang, der als korre­­­spondierendes Mitglied der Sikung gestern zum erstenmale beimohnte. 2 In der gestern unter Borsik des Präses Sigfrid Spiegel abgehaltenen Plenarfi­­ung der Handels- und Gewerbekammer be­­schäftigte sie der Vortigende in seiner Gr. ‚öffnungs-Ansprache auch mit der Frage der Handels:Verträge und empfahl folgende vom Kammerrat Leopod Wolf sen. in großzügiger Rede ergänzte Resolution zur­­ Annahme. Die Handelskammer unwünscht unter Auf­­rechthaltung ihres bisherigen Standpunktes, nach welchem den ungarischen Interessen Handels = Vertrag mit Deiterreich auf Basis des selbständigen­­ Zollgebietes zu schließen wäre, einen lang­­fristigen Handels-Vertrag mit Deiterreich. Sollte aber dieses volkswirtschaftliche Ziel­­ im Rahmen der jetigen Ausgleichs-Ver­­handlungen nicht erreicht werden können, dann wäre ein kurzfristiger Vertrag zu ichließen, wobei die für Ungarn nachteili­­­gen Britte des jet Laufenden Vertrages­­ aus demselben eliminiert werden sollen. Die Kammer hat sich auch für einen die wirtliche Freundschaft in wirtschaftlicher Be­­iehung betätigenden Vertrag mit dem eutschen Reich und unseren andern ver­­­­bündeten Staaten ausgesprochen. Kammerrat Leopold Wolf sen. ergänzte­­ den Präfmvial-Antrag mit folgendem BVor­­schlage: „Die Soproner Handels- und Gewerbe­­kammer gibt diesem ihrem Wunsche Aus­­­druck,daß bei vollständiger Wahrung des Selbstbestimmungsrechtes Ungarng undaus »«Grundlage dieses PrinzipS aufvertragS­­Mäßigem Wege in solches Wirtschaftsgebiet ‚geschaffen werde, welches den Bedarf des Volkes an Lebensmitteln und en s jo ««fü­r Handel und Gewerbe sichert,­leichzeitig dafür vorg­esorgt werden,daß anderttausende der Auswanderer, inner­­­­halb dieses Gebietes Betätigung finden, und ‚derart mit dem M Vaterlande den näheren Anschlag nit verlieren. Die Soproner Handels­ und Gewerbe. % fammer hält es für ihre Pflicht, bereits jetzt darauf hinzu­weisen, daß es eine erstrangige staatliche Aufgabe sei, nach Beendigung des Krieges dem Kleingewerbe das nötige , Rohmaterial zur Verfügung zu stellen, da­­mit diese wichtige produktive Klasse nicht dem Ruin anheimfalle.“ In die städtische Steuerejertierungs:Rom- Einkommensteuer wurden Klamnerrat Edmund Izmission für :.Weingroßhändler · .Klaber als ordentliche gu.ioKamm­errat­ Adolf Bergmann, Präses der Gewerbe­­korporation, als Erlag-Mitglied wiederge­­­­wählt. — Die Schlußrechnung der Kammer und ihrer Sonde wurde von­­ der Tagesord­­nung abgelegt und wird diese Angelegen­­heit in der nächstfolgenden Ende März oder anfangs April oder einer au­ßerordentli­­chen Situng verhandelt werden. — Der Landesverein der Privatbeamten sandte der Kammer wegen Verbesserung der Lage der Privatbeamten bezih. Votierung eines Teuerungsbeitrages eine Zuschrift. Gefreier Dr. Taizs meinte, daßs die Ge­­schäftsfirmen einer solchen Mahnung wohl kaum bedürfen, sie tun sicherlich im eigenen Interesse ihre Pflicht gegenüber ihren Beam­­ten. Es sei daher seine Ursache zu einem Miktrauen vorhanden. (Es ist gewiß recht schön, wenn der Kam­­mersekretär ein nobles Vorgehen von allen Chefs voraustößt, leider sind genug Fälle, bekannt, wo eine solche Mahnung gewiß am Platz wäre. Die Red.) Für die verwüsteten Karpathendörfer hat die Hilfsaktion der Kammer die Summe von 24,000 K resultiert, die sie jedoch vor Ab­­schluß derselben noch erhöhen dürfte. — Zur Unterstüßung von in Not geratenen Gewer­­be- und Handelstreibenden wurden von den der Kammer zur Verfügung gestellten 53,000 K bisher 49,288 K verteilt. — Der Gewerbelehrlingsschule des Soproner Lan­­desgremiums, deren Erhaltung Pflicht der Stadtgemeinde Sopron ist, wurden unter Aufrechthaltung des prinzipiellen Stand­­punktes ausnahmsweise ein für allemal 300 K und für das Rote Kreuz in Bulgarien 500 K votiert. Bei Schluß der Sikung stellte Kammer­­rat Lederfabrikant Emil Spiter aus K­ismarton den Antrag: Es möge die Entsendung der das Leder qualifizierenden K­ommission in die Leder­­fabriken im telegrafischen Wege bei der Ne­­gierung urgiert werden, weil die Fabriken für den Privatfonsum fein Leder abgeben dürfen und da die Lederhändler und In­­dustriellen zu Ledermaterial nit gelangen können, erleiden die Falrikanten großen Verlust. Der Antrag­ wurde angenommen, besonders auszeichnet vor allen anderen Mundreinigungsmit­­teln, in­m eine merk«­würdige Dauerwirkung, die aller Wahr­­scheinlichkeit nach darauf zurückzuführen it,­­ daß ji das Odol beim Mundspülen förm­­­­lich in die Zähne und die Schleimhaut ein­­saugt, diese gewissermaßen imprägniert und so gleichsam die Mundhöhle mit einer mit­­telfopisch dünnen, aber dichten antisepti­­schen Schicht überzieht, die noch stundenlang, nachdem man sich den Mund gespüllt hat, ih­­re M Wirkung äußert. Diese Dauerwirkung be­­sigt fein anderes der für die tägliche Mund­­-und Zahnpflege überhaupt in Betracht kom­­menden Präparate. Sie gibt demjenigen, der Odor täglich gebraucht, die Gemeißheit, daß sein Mund stundenlang geb­üßt ist gegen die Wirkung der Gärungsstoffe und Säulniserreger, die die Zähne zerstören. Mas das Odol NR ” E ; "0 TE a er TER TE rn N 4 Hr PER et Be f­­ s Zeitung ER PR: » EN, d 3 is N Pr N ER ER SS I EN ERRELEN 19.737 ET A en, BIN a 1916 Tageswenigkeiten. * Die­­­­„„ihnung von Postbeamten. T. gutige Amtsblatt bringt wieder die­ Auszeichnung von mehr als Hundert P­ost­­­beamten, die auf dem Gebiete des Kriegs­­verkehrs vorzügliche Dienste geleitet haben. Die für uns Interesse habenden Auszeich­­nungen bringen wir nachstehend: Dem Bft und Telegraphenoberinspektor Otto Al­­­­mes bei der Budapester Oberpostdirektion (ein Soproner Kind) verlieh Se. Majestät das Ritterkreuz des Franz Josefordens am­ Bande des Militärverdienstkreuzes; ferner: * Berstorbener Oberstleutnant. Heute vor­­mittags ist in seiner Wohnung Potschygaise Nr. 6, der pensionierte Oberstleutnan­t So­­jef Schwarz in seinem 90. Lebensjahre verschieden. Herr D Oberstleutnant Sojef Schwarz wurde im Jahre 1827 in Sopron geboren und hat eine schöne militärische Laufbahn durchschritten. Er stationierte zuleit in Wien und trat im Jahre 1877 in den Ru­hestand. Seit dieser Zeit lebte er un­­unterbrochen in Sopron in dem Pinterich­­ischen Hause in der Potihygafie und stand mit vielen hochangesehenen Familien unse­­rer Stadt in Verbindung.­­ Im Soproner Beamtinen-Vereic hielt Frau Mano Räcz, Gemahlin des Pro­­­fessors der höheren Staats-Handelsschule ge­­tern abends über den „Begriff der freund­­haft“ einen sehr interessanten und genuß­­reichen Vortrag, welcher vom Auditorium sehr beifällig aufgenommen wurde. Bei die­­ser Gelegenheit wurde auch die Veranstal­­tung eines Wohltätigkeits-Abends zugun­­ten der invaliden Soldaten be­schlossen und in das entsendete Vergnü­­gungs-Komitee unter dem Präsidium des Herrn Professors Räcz die Fräuleins Ro­­sa und Marissta Edelma­yer, Gitettner, Mizsi Szabo und Natha Schiff gewählt Für den Mohlt. Vor­­tragsabend, der im nächsten Monat statt­­finden wird, soll unter Anderen auch die Klaviervirtuosin Fri­­da Wasiliows­­ka als Mitwirkende gewonnen werden. * Borzüglies Brot per Kilo zu 50 Heller gleich 12 Brotsarten) ist erhältlich bei 6. 9. K­neider, Brotbetrieb mit elektrischer Kraft, Notengasse Nr. 3, Telefon Nr. 136. * Der Tod einer 95 Jährigen. Heute nachts verschied hier ran Witwe Julius Dimnigh geb. Ottilie v. Micssey im 95 Lebensjahre. Die hochbetagte Matrone war die Witwe des im Jahre 1878 verstor­­benen städtischen Beamten Julius Dim­­­igh, der als städtischer Grundbuchsfüh­­rer, dann als Rechnungsoffizial seiner Va­­terstadt diente. Die Tage ihrer Witwen­­schaft vergingen in einer von Not geplagten Zurückgezogenheit, und nur die ihr Nahe­­gestandenen wuhten von ihrer wirklich see­­lenguten Wesenheit, mit der sie troß all’ ih­­res Sammers auch fremden Leid echt menschliche Empfindung­­ entgegenbrachte. Sie bewahrte ihre geistige Frü­he auch für ihr hohes Alter, was auch daraus hervor­­geht, daß sie erst vor Wochen in Versen ver­­faßten Briefen an den Bürgermeister Dr. Töpfer und Obernotär Dr. Navratil ‚ihr großes Elend und Verlassenheit befragte, da sie al­s ihrer no) auf Grundlage­ der besse­­­ren (verstehen billigeren) Zeiten bemessenen Pension in dieser furchtbaren Periode der unmenschlichen Teuerung (insgesamt 38 K monatlich) nicht leben kann. Nun ist sie von uns gegangen, ohne von Neugierde erfüllt, wie es mit der Teuerung nach d­em Kriege sein wird... Für sie ist die peinliche Frage der Scheuerung überwunden. . .«Ein schlechck gewaschenes­ Haar ist das größte Uebel der Damen,­d­arum,i·nache man einen Versuch-und lasse sich das Haar und den Kopf in Ludwig,Damenfrisier-und Kopfwaschsalon,Sopran Silbesergasse Nr.19 waschen,woselbst es einer strengfach­­männischen Behandlung unterzogen wird. E Vertilgung der schädlichen Insekten­ im Sinn­e des 12»..G..A.5.1,­1894§.52 und der Durchführungg-Verordnung§52 werden hiemits die Besitzer von Obstgärten, anderen Grundstücken der Schädlichen anniehsen und Raupen bis spätestens Ende März I. I. zu geschehen hat. * Cafe Esitlonits. Wie erwähnt konzer­­­tiert im Cafe Csiifovits täglich die erstklassi­­ge Kapelle Baräth Ferencz mit age­wählten Programm. Beginn des Konzertes er Monte its- Nahmitt m 5 ..* Wo­hltäti­feits­­ittagsaufführung im Stedtihater,. Der Ballettmeister und Tanzfomiter . des Ballaiden Ensembles, Iso Baaradi veranstaltet bei Mitwir­­kung seiner Schüler und Schülerinnen am 9. d.. einen Wohltätigkeitsnachmittag im Stadttheater. Das­­ Programm besteht aus verbchiedenen­­ choreographischen Vorführun­­gen, Couplets, Tanz. und Belangsduetten etz. Für diese vielverheikende Beranstal­ 4 Meingärten und, F aufmerfsam .gemacht, daß die PVertilgung Mist RR x s 3 ya ak x rer

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