Pester Lloyd - esti kiadás, 1921. június (68. évfolyam, 117-141. szám)

1921-06-13 / 127. szám

» AS * NâF, 13. âi 1921 verzweifelt. Kattowitz ist ichne Mich. Zeitweise wird Lichi, Wasser von Polen erneut abgeschnitten. Der Wasser­­.mangel ist-che-i der großen Hitze katastrophal.-Dis große oèrsteMichkëit ist im Zunchmen. Das Frredeitsmeâ. Der Bökkerbund. ZorPchnlitz Psnes Mch Anwkèmpntt ièr klpvye« Ent'Mtr. Zürich. 13. Ium pLelegranMs der Budapester Kvrrchvondenz.) H ene s als PrMbept /er Mmen ètente an den Dölkerbund ein 21 Punkt/ums'Äsendes Memorvrtdum gerichreß in denr die A n erk/ri n u n g -er kleinen En icnte gefor ­­dcrt wir-. // ---------­^HpprrbUK Oestsrrrrch. Die Anschlnßfrage. Graz, 13. Zmi, Ter L<rn!>e»parieirag der großdeutschen BülkS- par lei S teierwarkS spricht in einem BeschlnszlMtt:ag die Billigung für das Verhallen der Landtagdabgeordneten und der Aiikgliedcr des Nationalraies in der UhstimnmngS^ angelegenheik aus. Ein Anlraig, eine Verbindung zwischen der w e stungar i scheu Frage und der j auf derr 3. Juli festgesetzten st ei rischen Volks­­absrim m n ng herzuste 1 len, wurde einstimmig ab­gelehnt. stUng. Tcl.-Korr.Bnr.) sTelegrammdesPesterLIoyd.l Mleu, 13. Zulli. Heute finden in Graz Besprechungen der Christlich» sozialen mrd derGroßdeutjchcn in Angelegenheit der Anschlußabstimmung statt. Nach Atittèiinngcn anS Graz beharren beide Parteien auf der Durch­führung der Volksabstimmung und sind über­­zeugt, daß der dcsiMicrtc neue Bundeskanzler durch Verhand­lungen mit den Wüerten diese dazu werde.bringen lönncu, daß sie ohne ÄanfeqnenZen für die im Zuge befindliche Kredit­aktion auch die Aostimurung in Steiermark tolcricLcn. An die Einsetzmtg eines Beamteirkabinetts glaubt man in jiarla­­meirtarischen.Kreisen nicht, da ein solches migesichtS der Ver­hältnisse im Rationalrat keinerlei Rückhalt halte. Me bisher aenamiten Personen für den Posten eines Bundeskml^ers kommen für diese Stelle nicht in Betracht. Me Ifchechifche RepnblZK. Die Autonomie der Slowakei. Prag. 12. Juni. Lrdove Noviny zufolge hat der slowakische Abgeordnete Juri ga einen Gesetzentwurf für die vvllkom­­mene Autonomie der Slowakei ausgearber» iet und als Termin ihrer Einführung de« 1. Juli 1925 fe st g e s c tz t. slirrg. Tel.-Ko«.'Bar.) Drohende StwiKockafirophe. / . . ) . München, IS. JmL iTelcgramm der Bud. Korr.s Nach einer Meldunq de» Wlnischen Zeitung sicht die Tschecho-Slolvakische NepuM vor «ner Strc ik la ta st r o phe, Äe auf die Lohureduk^ it o N zürütkzuführen ist, und sich auf das g a n z^e e b t der Republik auszu dehnen droht. Mit Rücksicht auf diese Zwangslage wird die Regierung bei Abschluß des H an de l Sve.r t rages mit Ungarn und Oester­reich starke .Konzessionen machen müssg», . .Kroatische Ágidon in SMteiennark.- / Wien, 13. Imli. lPriiMnkldMg de» ID8e'''^^...Korr.-BuvemB.) TL. MontagHzeitstyg meldet i b a ch: Dia von kroatr s chen Sk g i t cht Ä r 2 n nach S ü d -st -e i erma r k verpflauLtL! 'Radstesbechegung faßt unter der fsiotveni­­'schèli Bevölk-srung rasch füstön FH. Di«; h!H-ge Jugo­­flavia, di-ll das lle-berareifein -MKr Bètrgumg auf SlotvMibu^ kürzlich bemerkte/-erklärt«! sie mit -der -un Äsn siugstslawischeu^ Parteien horufchendcn -Dpaltuna, diio hisfür Von -Mtdeu lmi^ einer Bevölkerung vorberoit-et habe, die a -l -les haßt» was serbisch, imd'âs, Mas in -di-essm -Staat noch â­­heiÄich ist. ' t Dettlfchlsttd. Die ErnHrdung des^ABMwrdnLteir Gareis. 'k Wün Ken, IS. Juni. sTelegramw(,dei^.-Bd-apesker .Iorr-esponde:;z.) Me Ermor­dung Garais' 'sd^int eine sensationelle Wendmig auuehMeu zu wollen. Es ist der Berd-rchtäfgetaucht, daß Gara iS nicht einem polilischen.tMWdern einem Eif-r­­süchtKättentat zum Opfs^Wè'fallen- ist. . W i c », 13. Inni. ! sSüLdcursches Korrespondenz-Bureau.) Der Gen-eral­­! aus stand hat keine Ausdehnung erfahren. In i den Straßenbahn- und MsenbahnwerksWtèn wird gearbeitet. Es wird dort andauernd zum Ausstand gedrängr. Bis Sonntag mittag war von den Mördern âreis' uych keinc Spur entdeckt. Die Gerüchte von einer Komnuuriften­­schreßerei im Nordviertel der Stadt sind falsch. Heute mittag -wurde in der Nähe von München eine aUs dreißig Personen, bestehende Kammünistenversamm'lnirg durch Landespolizei aus­gehoben. Die Fraktion der!bclyrisichèn BoWpartei hat an die Fra-klion der Mna-lchänzioen Sozialifte:rpartei ein Schreiben gerichtet, in dem sie ihr Bedauern Mer den Mord âusipricht. sUng. Tei.-Avrr.-Mir.l .â ü u !.) e13. Luui. sSuddeutsches KrresponvenMureau.l In den Straßen Münchens ist heute nachmittag folgende B e kan n t ruach u n g angeschlagen worden: Der Gewerkschaftsoerem MtnchèlH der Aktionsausschuß der Betriebsräte in Südbayern und die vep­­einiqten sozialistischen Parteien haben in einen von der Polizei­­direfti'on nicht genehmigtett Flugblatt die Ausständischen zu einer morgen mittag stattsindenden Kundgebung ei-ngeladèn. Im gleichen Flugblatte wird ztir Teilnahine an-einer Volks­­versamntlung aüsgesordert. Die angekündigte geineinsame i Kundgebung sotoie die Volksversainmlung werden hiemit verboten. Der Stadtckonrmisiär für München warnt , die Bevölkerung Münchens eindringlichst vor der BeieUlgurrg an den verbotenen Beranstciltirngen. Die Psl izeid írek­bringt., aus dem klar hervorgcht, daß Kun weit davon ist, daß er ni»erseine Getreue tt nach . ü ü.ck w o l! le n. .Hingegen sei..Kltn, ztveifellos Mfür, daß sich die anderen der sicheren Todesgefahr au^ëtzen. Neue Daten zu de« Friedensversuchen des Könif^ Karl lV. Einer Schrift des vormaligen äfterreichifch-ungarischen Gesandten,Baron Julius Szilassy entnimmt Bilag inter­essante MilteilMlgeit über bisher dm: Oeffentlichâit itnbe­­kannte Einzelheiten.. die die Versuche des Königs 5darl IV. .zlrr Erzielung des Friedens betreffen. Szilassy, der damals > Geschäftsträger der österreichisch--itNMrischen Bvtschast in Konstantinopel tvar. sah die unausweichliche .Katastrophe voraus und ließ eine T>rtr-kschrift an den König gelangen, irr der gegen oll-e Arten von Gebietserweiterimgm der Mvn­­«rrchie, sowie für eine föderalistische Urngesta-ltuug Ungarns Stellung geklommen wurde. Die Mrkung der'Denb'rift äußerte sich in einer Berufung Szilassys riach Baden, rvo er vout Köitlg empsancfcn wurde. .König Karl erllärte bei dieser Gelegenheit, die Idee Szilasst)s zu billigen, doch hielt er im Jntercssc der Sache streitgsre ttzelieimhalkuttg fiir nolwendig. lieber den vermut!ichcii AusM-ng peS .Kriges äußerte der König sich sehr pessimistisch. Namentlich meinte er, die Verantwort­lichkeit Hindenbtirgs und Lrtdettdorffs sei außerordentlich sth^r, und er liedauerte, daß Kaiser Wilhelm nicht die Willenskraft hatte, sich seiner schlechten Ratgeber zu entledigen. Er selbst, König Karl, habe aus diesem Grunde sofort nach seiner Th r o ubeste ig u n g Conrad von Hötzendorf entlassen, obgleich'dieser zweifel­los großes Prestige be'saß und volkstüm­lich war. Die Audiouz blieb jedoch ohne weitere Folgen, bis am 13. August 1918 Szilajsy eine weitere Denkschrift zu .König .Karl gelangen ließ. Der Inhalt der Denkschrift ist hin­­reichend gekennzeichnet durch ihren Titel: „Die Un° crläßlichkeit eines unverweilten Frie­densschlusses und erforderlichenfalls eines Sonderfriedens." Am 6. 'September traf Szilassy in .Kimstantinopel mit Fèldinarschalleutnant Blasius Dâ ni zu­­famnien, der chnr im AüfkrM' des .Königs das Portefeuille des Auswärtigen anbot. Am 18. September traf S.zilasiy in Reichenau ein. Dort setzte er zunächst den, Grasen Josef -Hunyady sein Puurranrm auseinander. Danach sollte König .Karl sich mit iâ nach Berlin begeben, wo Szilassy die BündniHreuè/^' Monarchie zu betonen, gleichzeitig aber nachdrsMick/^u erstären beabsichtigte, daß Deutschland die Grenz«defensiven BüNidnisses überschritten habe und n4Hm sofort offen und entschieden mit dm imperialisti» schen Bestrebungen .zu brechen hätte, da widrigenfalls Oesterreich-Ungarn aUf Grund voller Aktionssreiheit vor­­gcchen. und dies um so mehr tun würde, als die politischer Ideen der Monarchie auch M Einklang mit denen der deut­schen Bolksmehrheit wären. Szilassy wollte eine Anzahl von militärischen, finanzielleu und volkswirtschaftlich^ Experten nach Berlin mitt^ehmen, die dort die UnmögliMeit des weiteren Widerstandes dariun sollten. J-n Berlin sollte sofortiger Entsc^id gefördert werden, und zwar von der allein zuständigen Regierung, ohne Befragung der deut­schen .Heeresleitung. Ms zufriedenstellend sollte die Antwort nur betrachtet tverdcn, wenn die deutsche .Re ­gi e r u ng s i ch f e i e-rl i ch von j egl iche r Annexion . lossagt, sich zur gründlichen Revision des Brest-Litowsker und des Bukarester Frie­­! d ens, zum W iederaufba u B elgiens. Serbiens und Montenegros, wie auch z ü -r A b r ü st u n g, zum Anschluß an d e n , P öl k e rb u u d und zum ' s ö f o r t i g e n Ab s chl u ß e i n e s W a f fe n st.i l l standes ' ! bereist erklärt. Falls Deutschland eine solche Erklärung nicht abgebe, tvürde die Monarchie allein sofort eine deratrige ' Erklärung veröffentlichen. Von der Berliner Demarche wären eine Stunde später Sophia und K o n sta n t i n opel zu verständigen mit der Einladung, stich der/ Monarchie anzu» - schließen. Ferner sollte Öesterreich-Unganr noch in einer beson­deren Deklaration die von EnAlaud aufgestellten Prinzipien der Wiederherstellung, der. Wiedergutmachung und der Garantien st annehmen. Im Innern der Monarchie wären nach Szilaffy . durchzusühren gewesen die Vereinigung Whmens und Mäh­­rens in erstem autonomem Staate, die Zusammenfassung^ Bosr. ! niens, der .Herzegowistcr und Dalmatiens zu einem einheit» ! lichen. autonomen Südsläwenstaat, der Verzicht auf 61alizien j zugunsten Polens und der Ukraina, die Autonomie von Triest. . Wofern die Parlcrmente Widerstand entfalten, sollten, wären l diese Verfügungen ohnedie Parlamente durchzustühren, l um zu verhüten, daß die Geschenke wertlos rvürden. bis di« i daran Interessierten in deren Besitz gelangten. Szilassy besprach dieses Proorannu !m Park von ! Reichencm durch eineinhalb 2iunl>en mit König Karl, der diese Ansicksten prinzipiell zu Lill-lM schien. Immerhin hatte Szr­> lasst) das Gefühl, daß König Kar! noch immer aufdic pol­­. i nischeKrone rca)n«te, toie ec es denn auch bemängeN«, daß l Szilaffy diese Möglichkeit nicht in hinreichendem Maße , im Auge behielt und ohne Gegenleistung auf Galizien ver­zichtcn wollte. Die Ernennung Szilasiys scheiterte hauptsächlich r an denr Nmstairde, daß eben damals Buriän rnit Deutschland ° in Verhandlmrg Über ein neues Friedensangebot stand und e .König Karl vorerst das Ergebnis dieser Ber^ndliung abwar­­h ! ten wollte. Die okeej^leskfi^ Frage. u / X Berlin, 12. Juni. '' Nach deur Lokalauzickger hat/ General Lerond dem Obersten Rat einens Plan Kbennittelt, wonach Kor­­fa n t y mit der P a z i« r z i/^r u n g O L e r schl e s i e n s betraut werden soll. K o Nfa r^y soll sich -bereit erklären, für die, Wiederherstellung der^L^nung und Sicherheit unve:züg­­" sich Sorge zu tragen und eiric aus Polen und Dèut­­schen Zusammengesetzte L an d e s v e rw a lt u n g errrzusetzen. Es sei dies nach Ansicht Leronlis lüe einzige Mög­­" li-chkeit zur Beruhigung Oberschlesiens. fUng. Tel.-Korr.-Bu-r.)-e lTelegrammdesPesterLloyb.s l- Berlin. 12. Im». Die Polen entwickeln in den letzten Tagen unter Einsatz von Artillerie, Minemverfern und Panzerzü«n eine sehr rege 1 Tätigkeit. Die Angriffe erfolgen hauptsächlich im Norden, im i. .Kreis Rosenberg, sowie im Kreis Oppeln. Das Stadtinnere r von Ratibor geriet mehrfach unter Artilleriefeuer der Jir­> surgenten, wodurch friedlich Bürger verletzt und getötet wur­­e den. Zerstörungen an Brückm, Schlössern und Verkehrs­­n anlageu, sowie Verwüstungen und Plünderungen dauern an. e - Der Vormarsch der interalliierten Trupps wird weiter­­s «führt. Die Lage in den eingeschlossenen Jndustrieorten ist wäre ein Sprung ins Finstere. Wir müssen also vieles hin. nehmen im Interesse des Landes, des Volkes und'lSvx.Zukunft., Seit - der ElerlSscheu Jnterventiml bin ich Mitqsisd Hr ver-^ stchiödenen Rdcnerungen uns troßdem üur ich in" Re­­grerungsgcschäste nicht einaetveiht. S o we i ß ich n ich t u n d wußte auch niemals, von welchen Fonds ge­wiss c B e t r ä g e verausgabt werden. Nmi- h^r ich aber auf diesem Gebiete sehr interessante Er­fahrungen gemacht. Stefan Kriedrich hat mir einmal aufrichtig gesagt,, ich hätte seinerzeit mit meiEN .Kopf gespielt, als ich nach Kaposvár gegangen war zur Aivnsteroersamm­­lMig der kleinen Landwirte. Meine Gegner haben dann alle meine Akten d urchg cstöb e r t, um nur einer! einzigen .Heller ansfiudi.q zu machen, deu ich lllcht regelrecht verauSc^t hatte. haben freilich keinen eiNKi^i gefunden. Nun âr suche auch ich. Ich höre, daß große Beträge geopfert wur-den, um Zeitungen e r s ch einen zu lassen, die auäschl-ießliü) dem Zwecke die­nen, die Partei der kleiuen Landwirte zu kompromittieren und zu vernichten. Der Minister sprach daun über die Verwaltungs­reform und sagte, die Partei hätte dem Minister des Innern chr Vertrauen vorgeschofseu, dcrß sie jedoch nunmehr den Stauspunlt des Ministers des Innern in der Frage der Äbcrgespäne und der aktuellen Probleme kennen wollen. Ml'rßten wir, führte er aus, gr-undlegcnde Prinzipien unse­­res Programms opfern, so wollen wir die Regie­rung Regierung sein lassen und ziehen in die Opposition. Wir überstür.zen die Dinge stricht. Doch können wir sie nicht Lis in dis Unendlichkeit hin aus schieben lassen. Ich bin überzeugt, daß cs vielleicht möglich ist, auf l>er Grundlage einxr Koalition zu regieren, aber ganz unmöglich ist -es, auf solcher GrundlageWahlcn dnrch­­zuführen. Ganz unmöglich, wenn man be­denkt, daß selbst meine Mstniftcrkollegen mich auf Agitationsreisen verleumdet haben. Ich stelle also fest, daß die Wahle «durch eine Koalitionsregierung nicht dnrchge­­führt werden dürfen. Entweder wird die einheitliche Regierungspartei doch zur Wirklichkeit, oder eine derParteien muß die Führung der Rcgierungsgeschäfte , allein übernehmen und die Wahlen durch­ix führen. Auch Mgeordneter Zoltän Meskö sprach in ähnlichein Dffme. Er erklärte, die Partei sei mit dein ^genwärtigen Gouvernement unzufrieden, und sei nicht geneigt, sich außer Kurs setzen Zu lassen. Sie hält unerschütterlich fest an -chrem Führer Stefan >^abö-Nagyatä.d, und sei entschlossen, die Lage uniyustürzen. wenn ihr von feiten der Regierung nicht mehr Berständnis entgegengobracht werden sollte. Die Budapester Mvokat^ammer gegen die Angriffe in d r Nânalversammlung. Gestern vormi tag Mit die Budapester Alwokat-enkam­­mer ihre Gcncralve saiälung. deren einzigen Gegenstand die Wahl je -eines ovderÜMHen- und eines Ersâtzmitglredes in die elf neuen Steuerreklamationskommissionen bildete. Vor der Tagesordnung ergriff Dr. Desider Fstttl-er das Wort, um auf'einen gegen Äe Advokatenkammsr in der Nativnalver­­fammlung erfolgten Angriff zu reflektieren. Wir — sagte der Redner —«befaßten uns- mit Politik nur, wenn es unvermeidlich war. Vor 48 Stunden fiihltc sich ein Mitglied dtzr .Kammer, das wir nicht kannten und von dem wir überlM!pt nicht wußten, daß es sein« welterschüt­­rernden Ideen in unser-ein Kreise zur Geltung bringen wollte, dieser .Kollege fühlte sich veranlaßt, unter dem Schutze der Immunität eine Kritik zu üben, die einerseits stgaitz un-bv­­gvünÄet ist. der andersrseits der schmachvolle Stenywl anhaft-et, Mß der Betreffende über die Rolle imd Tätigkeit der Buda­pester AÄvvkatettkammer völlig im unklânen ist. Ich ertveisc dem Betreffenden nicht die (Hre, ihn hier Zu nenneit. Hine seiner Beschuldigungen l>^tcht darin, daß die Kamrner heutige Regime stark angreife, aber kein Wort gegen deu KomMmismus gel)abt, und geduldet haben soll, daß einer mserer Kollegen als Advokat auf den âgen gelänge. Dieser Peschuldiglmg gegenüber berufe ich mich nur darauf, daß diese .Körperschaft nicht ein -Kind des Kurses ist, sondern aus der Ärmrdlage eines alten Gesetzes ruht. So lang? dieses Gesetz besteht, können wir unser« .Kollegen nur innerhalb des Rcch­­uens dieses Gesetzes verfolgen oder verteidigen. Es gab auch ^genrevolutionäre Advokaten, die ebenfalls als Mitglieder «er Kammer umgckommen sind, deren aber der Kollege, der m der Nationalversammlung sprach, nicht gedacht hat. Die -rudere Beschuldigung, die der betreffende Kollege gegen die Kammer erhebt,'best-cht darin, daß hier die christlichen Ad­­wkaten nicht zu Worte kommen sollen. Ich frage huu, ob es ruch nur «inen Fall gegeben l-at, da anständige christliche Ad­­-okaten hier in chrer Redefreiheit beschränkt worden seien? ?s ist ja gewiß schade, daß wir nicht alle Be° Äger einer Konfession sein können, den» kann iiber úrit solchen Mitteln, wie sie der betreffende College anzuwenden tvünscht, nicht obgeholfen werden. Der betreffende Kollege stellte auch die Forderung, es möge zur Verhinderung der destruktiven Tätigkeit ein Regierimgskom­­missär an die Spitze der Kammer gestellt werden. Ich wäre nicht würdig, ein Mitglied dieser Kammer zu sein, wollte ich bekäupten, daß der heutige Zustand unseren Idealen ent­spreche. Ich tveise diese grundlosen Angriffe, auf das entschie­denste zurück und stelle fest, daß, obzwar der Angreifer nie­mand mit Namen nennt, es doch offenkundig ist, ^ß sich sein Angriff gegen die Leitung der Kammer richtet. Ich beantrage, daß wir unserem Präsidenten. D« Josef Pap, der sich Tac und Nacht im Interesse unserer Kollegen abmüht und bestrebl ist, das Niveau der Kammer in ideale Höhen zu tragen, unsei ungeteiltes Vertrauen oussprechen. Versichern wir ihn unsere! Liebe und dessen, daß unS kein Angriff von dem bisher be­schrittenen Weg ablenken werde. Auch fürderhin werden wii ur der Gefolgschaft eines Kossuth, Deák, Szilágyi ausharren und werden nicht der Führung jenes Kollern folgen, der ir der Nationalversammluno diese Rede gehalten hat. Nach der mit anhauendem Applaus begleiteten Red, schritt die Generalversammlung zur Vvrncchme der Wahlen Die Briefe Bela Kuns. ' Aus Wien wird dem Ung. Tel.-Körr.-Bureau gemeldet- Die Arbeiterzeitung bringt einen Artikel über eine Mel­dung der Berliner Roten Fahne, in der die Wahrheit dei »om ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Bethlen vor­­belesenen beiden Briefe Bèla Kuns bestritten wird. Di< ArbeiterZeitunz bemerkt, daß die Behauptung der Roter Fahne um so weniger richtig se!, als die in Moskau ers^inendi wmmunistijche Zeitung Vörös U-jsäg einen Artikel Kum

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