Pester Lloyd - esti kiadás, 1921. június (68. évfolyam, 117-141. szám)

1921-06-13 / 127. szám

Noot»8, 15. Firvi 1921 . s . jti»» ist angewiesen, die Bersamvrlmkgen mit allen Mit­­zu rrntsrdrücke«. fllng. Tä-Korr.är.) Die WiÄerguünachMg. L»«i«r«lz zwischen Sani^m- «nd Dr. Rachenan. Paris, 1L. Juni. D« Agenes Havas Mèldei ans Wiesbaden: Die Nedemrufbrurminister Lauch euer und Rathen au sind vor» LNÄ nachmittags hier zu vertraulichen Be­sprechungen Mümnrengekonunem Dr. Rathenau hat Leine hchtiMurten Vorschläge mitgebmcht. Die beiden Minister Kabar ihre allgemeinen Ansichten ilber di« Wieder. Anlmachungen und den Wiederaufbau auè­­a «tauscht. Tie Bekprecknmaen werden Margen fortgesetzt. M französischen .Preisen hali»m die Bestzrech-ungèn «inenchuien Miürruck bervirkt:, d«i Lr. Ralheiiau von der Notivendigkeit Kberzengt M sei« scheint, -ás; Deutschland in dem Wunsâ;c jnach Dersichnâg seine Berpstichrnngen erfülle. Die in Wes­­boÄen «UdWnornmenen Besprechungen werden Wahrscheinlich in Paris zwischen französischen Sach­­berftmldigen und Vertretern Rathenaus fortgesetzt wer pev. Mi.ârr.-Bttreâ.s ItaUett. B«ndifl«ng des Beamtenstreiks. N v!«, 12. Ium. tPrrvatmelduna des Ung. Tel.-Korr.-Bnr.s Der Streik der Bamten ist vorläufig beendet. Die Gnrscheiduirg der Ange, tegenheit wird dem Parlmnmtt überlassen, das dringend über Pis Tèuerirngszulogen Zu beschließen haben wird. GWlltttd. . Churchills ^cde^ßher die Zukunstspolitik. London, 13. Juirt. (Wolff.) Obsè.'sch^reibt zur Rede Cliurchills: Ke.kn «ernünftiger Mensch wolle, Vax sich, England pnd Frankreich «ntsremden, um Tentschland ^uversöhnen. Es gebe nur eine große Politik: Nichts ^kttdsreS kSnnc die alte Welt in'Ordnung ürin­­«en, als das Zusammenarbeiten Englands, IrankrerchS und Deutschlands. Dos Blatt betont, daß die ^llungnahme ver französischen Presse zru: Rede Churchills nicht feindlich gewesen sei >rnd erklärt, daß man sich in Frankretch schon seit längerer keit mit cincr Annäherung an Deutschland befasse Md die Franzosen beginnen einzusshen, daß dies der wahre Weg sei und daß es keinen anderen gebe. Dem Observer pisolge sei nicht daran zu zweifeln, daß Churchill in seiner Mßen Rede dir unvermeidliche Linie angegeben ^be, auf der «ch die künftige englische Politik bewegen werde. (N. T.-K..B.) NWmrq emss KonzentratisnskMnetts. Brassö. 13. Juni. fBud'apejker Eorr'sspiwidcn.z.j Nach- «iner Melvunq des -upiatmM steht Äi-e Ernennung «cine L K onzent ra­­jionskabiiretts bevor, toozu »mn nur noch der Zustim­­ipMig der Kvloz-Svârer Nationalpärtei bedark. ^Daö Mini­­«vrium wird siins liLLrAl« Mitglieder iahen: Johann Brntiann, Maredscu, Duca, Sassir mrd Vintkla Br<at!"anu: nmll hofft, daß auch ^orga der Negierung betreten wird. Die Ernennung soll Srch Sefsionsichluß -rsolosn, mit dom Programm, im .Herbst BsVvâhlM Ut vermrstalten. Grr§chsrrL«Kd» Mise 8kK Königs en di« Nemasiâschè Frsnt. Athen, 12. Jmn. (Havas.) Der Kü'Nig, --er Kronprinz und die Minister hân sich nach'Smyrna begeben. Der König tat an die Nation eine Bol!Ícha.ft gerichtet, worin er Vic Not­­^ldigsseit darlegt, sich a n d i c S p i tz c - es D e creszu Hellen. (Una. Tel.-Korr.-Bur.) Nolerr. Der neue Mirusier Les Aeu^ern. Warschau, 13. ü»»r. (Polmsche Telegraphcnagentur.) Der außerordentliche ^Mdle und' bevollinächti^e Aèinister bei der itaüenisetzen Negieruyg, Korrstmrtm Skcrmund, ist zum Ministcr -«4 ^levtzern ernannt worden, sllng, Del.-Aorr.-Bitr.) ^Oartd. Beremigung der geâ^«chewistischen Rräste «if iwni Femen Osten WM dM Ataman Semenow. In Bien ist am 3. Juiri vom Fernen Osten folgendes TelegraMM eingeganaen: „Am 22. Mai l. I. trat zu­sammen eine außerordentliche Verfammlunng des Fernen Ostens, bestehend aus Vertreterrr aller Völke^'tämme, aller Truppen, der Kosäkeit, der Nationaleir Russischen iuekonmni­­schen Bereinigung, dem Bauernbünde im- den Sibirischen Konsumvereinigungen. Es wurde eine völlige Ueberinstim» mung mit dem Ataman Semetrorv konstatiert und eine Eini­­guna unter seiner Oücrhicheit erzielt. Vorgesehen ist die Ober­­hohèlt des Wamattä Semenow und mit iM eine Volksver­sammlung imd aktive Orgâllisationen, die der Volksversamm­lung Reètrtschafi âègen müssen." — Am 5. Juni ist vom Fernen Osten folgendes Telegramm eingegangen: „Ereignisse verlausen günstig. Atamai: âmenow ist aus Vcrlaugen Les Volles nach Wladiwostok gereist." Krajßn über de» ZuM-menbruch des Lolvserregirnes. Lar iS. 12. Juni. (Havas.) In einer langen Unterredung imt dem Lon­doner Berichterstätter des Petit Párisién legt .Krassin die Gründe dar, die die Moslouer Regierung da,',u treiben, die Mitarbeit auSl Lu di sch er .Kapitalisten zu cr­­laimem. Er beklagt zunächst das Scheitern der fowje­­tislischen Politik, die das Heer der Proletarier so ge­leitet habe, als ob die .Heere der übrigen Proletarier die gleichen-Siege erringen müßten. .Heute sei Lenin zu der Einsicht gekommen, daß er allein auf vorgeschobene Stellungen gelangt sei und sich dort nicht halten könne. Lenin sei über­zeugt, daß die Entwicklung der Revolution im Auslände lang­samer sein werde, und l>ai seine Taktil geändert, indem W-he schloß, sichmit der inncreu Qppositiv«, , je-nerder Bauern, und mit der auswärtigen I Opposition, jener der Kapitalisten, abzu­­> f in den, ansiM deren Vernichtung M versuchen. Krassin gibt sodann ein düsteres Bild Les Zusammenbruches. In Rußland fehl« eS an Transportmitteln und Brennstoffen. Alles Werk^ug ist zerbrochen, gestohlen âr verschleppt. Die Arbeiter seien technisch nicht genügend «lsgebilLet. Bewaffnete Banden plündern dw ländlichen Gebiete ans. Es hci^'chi Hungersnot. Der russische Bauer — fWrt Krassin fort — wird niemals um unserer schönen Augen Ivillcn Mn Kourmu­­nismus kommen, und wir müssen.ihm einprägen. Laß wir für ihm die ^ten Fichrer sind>, irwcm wir sein Wohl Lurch Er­zeugnisse der Industrie fördern. Lenin widm« sich Lieser Auf­gabe und hat sich an die Kapitalisten mit dem Angebot gewen­det, die Hilfsqcllcn deS Landes zur Geltung zu bringe»." sUng. Tel.-Korr.-Bureou.) Amerika. Die Reqelmt« der (stinwmcherlmg. Washkngto«, 12. Juni. Der Einwa nde rungs-rus schuß des Reprä­­s entantenha u -s es ha>t ' sich für rirren WÄschlWaMtvag ausqespvochen, der allen vor dem 8. Jtinii nasch den Ve'rei'Ngten Staaten erugesch'isfleN Ein­wanderern die Landung gestattet. Dwfe Maß­nahme wird getroffen, um der gsgenwärtigeir 'Ueberfiillung der .Häfen ahzuhelfsn, nicht aber, -uim die nach den nèUM Ge ­setzen für ein ^^r KngÄasfene Zalch der GinwÄN derer mrâ welchenr Staate iiMiMv M erhöhen, (ág. Tiel.-Korr.-Bur.) DMa Knn itt Skattdittamett. StoSholOd t2. Ium. (N. T.-K.-B.) Astonblsdst veräfferrtlicht heute ssnsatiomlle Enthüllungen über einen Putschversuch der in den nördlichen Staaten Lstrievcnen bolschewistischen Aktion und Agitation. Der Haupttitel des mehrere Spalten umfassenden Arükels lautet: „BÄa Kun, der Hauptarrangeur des großen Putschest- Der Artikel berichtet darüber, daß Bdla .Kun, der^ die ganze skandinavische Aktion von Moskau aus dirigierte, insgeheim Rußland oerlafsen hat, sich nach Deutschland begab und von dort imverzügllch nach Norweg«r reiste. Sein Plan ging dahin, in Norwegen die Proletarierdiktatur zu proklamieren. tzJn Schweden beabsichtigten die Bolschewiken sich der Festung Boden, des größten inr Nord^ gelegenen Forts des Landes, zu bemächtigen und von dort ihre Kriegsoperationcn gegen Schweden und Finnland zu beginne«. Im Stockholmer FolkhauS wurden msgeheim rote Soldaten, m erster Linie Offiziere, ausgebildet. Die Ausbildung leitete der finnische rote lZarvist Hei m a. Die schwedische Polizei bemüht sich gemeinsam mit der norwegischen die Fäden der bolschewistischen Verschwömng ausWdccken. Man glaubt» Bála Kun befinde sich noch immer in Norwegen. PZLVKK !l.L.0VS Mit 18. Juni 1SS1 deginni em ueues AbomremsiU; wir ersuche» deshalb unser« p. t. auswärtige» Abonnenten, deren Pränumeration mit Is. d. M. abläuft, diese r«htzeitzg «ttteuern zu wollen, damit die Expedition deS Blattes ohne Unter­brechung erfolgeu kanil. Die Präilumaatioirs-Bediugiwgen smd au der Spitze unseres Blattes ersichürch. M NKMWsM W Peßtt AsO. Tas-sneuiKkettett. Lm Mrrg iw Erit. Gefallene GrötzM finden selten Lobredrrer, enttrohnte Köniqe selten Bewimberer. Die zahlreichen Könige, die seit dem Abschluß des Weltkrieges chre Länder Verlassen mußten imd jetzt in Ler Fremde ein trauriges Leben durchleiden, wer­­den zumeist in leidenschaftlichster Weise verurteilt, und unter jenen, die am meisten bekämpft irnL verleuivet werden, steht der ehemalige König von Bulgarien, Ferdinand von .Kobirrg, in erster Reihe. Kaum vergeht eine Woche, ohne daß in einer mrsländischcn Revue oder Zeitung ein gegen ihn gerichtetes Pamphlet erschiene. Wäre Ferdinand von "Bulgarien wirklich so klein imd eübarmlich gewesen, wie i^ seine französischen und cnostischen und auch seine deutschen Widersiul^er ers^inen lassen wollen,, man könnie nicht begreifen, warmu lie sich -immer wieder mit diesem König ini Exil beschäftigen. ^Dieser Groll und -Hech scheint eher Lo.für zu sprechen, daß Ferdi­nand von Bulgarien eine bedeuteirüe Persönlichkeit war !-nd ist. vielen sciiwscl'gen Schilderungen Ferdinands können jedoch jetzt Erinnerungen an ihn entgegengoslellt tver­­den, die ein bekannter Wiener Schrifffteller, Wolfgang Madjera, in seinem neuen, im Verlag der literarrschen Änstalt „W. Co." erscheinenden Buche: „Verklärter Geist — verklärtes Land" veröffentlichte. Der Bater des genannten Schriftstellers war einst Lehrer Les Prinzen Ferdinaird, und so harte denn Madjera einiM Begegnungen mit d«n Fürsten, die er lebhaft und interessant schrldert und die hier auszugs­weise skizziert werden sollen: . Ein sonniger Wintcriag des Jahres 1874. Schnee Liech in den Straßen 'der Siadr und verhüllt die kalst'M Assle 'der Bäume. 'Aber ein LMner .Knabe sieht^ an der H..Md seines Bârâ initiair unter üppig grünenden Büschen und Bäunrchen, laü­­warnu: Lll-ft logt sich woich um seüw -.rNgefro'denMi Ohren, imd dieseâ Lusr ist rrsüllt vom hunderLsiMMigen Zwi'.ichern, Pfei­fen,. Flolsn, Rü.u,ne'il mrs Plappern kunrfarviger Singvögel, die ans den. Avoigen Lilsrn, kgsolch hin- 'Und wwderhüpfM und m kurzen Flügerr -von Rawn rurcr-queren. DruN''LU âr, in einem Llqfig üril galdonsn Stäben, leuchten glül^end .zwei große Wundertiere irrst purpuvrolem Clssfeder: „KÍrrdmAe" nennt man sic. Das war das „Bogelkabinett" pes jungen Prinzen Ferdinand von Koburg und in semer Mitie stand der dreizehnjährige schlank Jüngling und wies dem stamrende« .Kin^ mit stolzer Freude smnc lebenden Schätze. Er strhkte damals schon eine schwärmerische Liebe zur Natm' und be­sonders zur Vvgelwclt, deren scheires Leben in Wald urrd Flur zu belauschen seine Leidenschaft war und auch in reifere.'i Jahren blieb. Darf man ungläubig bezweifeln, was ex später von sich behauptet haben soll: Laß'" es rhur geglückt sei, durch seine Beob^tungen deu Geheinrnissen der Vogelsproche auf die: Spur M kvWmen? Liebe ist die beste Mrachmeislerill. Der kleine Knabe von damals 'war ich. Der Prinz hatte dem Sohn seines Lehrers eine Stunde des Entzückens sr' feinem Zauberreich bereiten wollen. Als er das verwirrte und geblendete Kind wiÄxrv i» Alltagswelt entließ, legte er ein Raupen- mid mn Schmetterlingsbuch, di« er selbst benützt hatte, in sâe Haud^ Zweiuiäferzig Jahre waren seither vergangen. Wieder hWiicte der Winli^p ßeine Mmen Schtvingen Wer die 'Stcwt. Aber es wav schon ftnfters Nacht, imd der dUckehML, hohe, maffige Palast dchnie sich noch düsterer imd ri>eMchaster wie am Tage empor, als ich ihn an einetn Febimarobsnd des Jahres 1916 ziun ziocitcmiial irr meinem Leben betrat. Der König der Brrlgaren war .pr längerem, mst den Po- Utischen Verh'äH-nisscn zusainmeuhängenden Aufen'thcklt in Wien eiirgetroffeil, imd er empfing den Autor in der Kaißer­­stadt, der hierüber folgendes berichtet: ' „Es war ein Raum von mäßiger Große, 'm der Ecke ein j assenev Kanffn mit slaScrrrdem Feuer, Bücherschränke 'W den Wändon, die imverskelltcn Wandfkächen mit Bildern bedeckh : cin iANider Tisch mit Bückiern um eine große, r>evdnrst«Nl« Palm« und, gegen das verhängte Fenster gestellt, eiu Lrestar Schreibtisch. Endlich öffnete sich die gcANÜbcrliegeuDe Air. Mit rascheni «^rstt trat König Ferdinand ein Md stairb mir gegenüber — eine hohe, stattlf^ Gestalt, in grauer FeLi­­llnisorm, mit dem Goldenen Blies und Brillanten nm dem ' Hals und einigen nachlässig angcheftetcn Ordenssternen, grane Hirschlederhandschuhe an den Händen; der Kops fast gänzlich kahl, nur an'dcn -Seiten spärliche, kurze graue Haare, grauer âebelbart, schmale, aber lebhafte, manchural scharf und klno, manchmal güttg blickende grau-blaue Augen. In der H<uä» hielt er dos Büch, das ich ihm gesandt ha^ und ein Keines eingcrahmtes Mld. Er reichte mir die Hand und sagte sichtlich betvcgt: „Das ist also der Knabe, mit dem ich einstmals auf dem KÄenzl .spielte —" Und mit dieser Erinnerung schien eine Welt von Gefühlen in seinem Innern entfesselt zu sein, schien ihm ein jches, ers^eckendeA Lichi über die lange Lebensbcchn M fallen, die er seit damals durchmessen hatte — nnser fünsviertelstichLlges Zusammensein wurde so zur evschütteruden Aussprache eines nicht ttur gekrönten, sondern auch Lurch seinen .^en Geilst geoLelten Mannes, der nicht zu stolz war, sein gsn.z^ ' Ädenscheniwn cinem anderen Mensche« zu enthWen. Es ztenit sich nicht, Äon Schbcier des Bertrausus von solcher W«ihLstunde zu ziehen. Das eiarc âr darf Msagt fein: Laß hter ein« große Duld-erpersonliichkeit Kvwre 'Wid Mrpur tri^ 'devan Ssele sich sshnte. mr geistigen tzochvsgionWt M WSiilen, 'tvähren-d 'si« sich im täglichen Ringen nN-t den furcP- barM 'SovMn und Gefahren .sinss orreritall-ifchen cHermscher­­tnnrs vorzehron mußt«, iMsd daß hier «in tcstendursrigar Wille zum Skläven «ineS Verhängnisses wurde, dessen schmlievlichc l-1nahtooUidharSost .Las scharfe Kkrgc «1'1/ dem 'Deherblick eirrsr Kassâdria vvMuschâ „Mcht der Kmisg seW ist das surchiharste," sprach dsr Wirig M mir» „ich .säge das cht .zu gÄr-änidsn Haupi'evu,' sivn­­dorn was nach dsm KMogo kommen wird, weim die VMsr ihre RechniMg vorweifen und Rechenlchnft von denen farÄevu werdsn, denen sie -die Schuld an dem schnecklichon El-ond und dem vergosscnLN Blut zuschreiben, sei cs nun, Laß Ungeschick oder LeichMur oder ÄaWiie Sânckd tragen- 'Stbcr kourmeér -Muß diese -Mchchv.«i!g, und dann werden- MMicho Throne wcm^, beifvküwrs di-e altnn-!" K-aml ein Mann mst so klarcni Mick sirr die .Zukuust wo^ glücklich sein? Zumal wenn er sich unter dem Zwau^ übernm-chkiger Verhältnisse selbst als eines d-er WevkzeuR Uhlen muß, Li« an dieser Zirkunft schmieden? Bismarck hak ihm, als er die bulgarischc Krone annahin, geraten, er mög>; sich gleich auch «in„Retourbillett" bestellen. Er habe es bisher nicht benötigt, Ugte der König ironisch hinzu, als er mir di« Geschichte sèiiter Berufung erzählte — „aber freilich, emch nach dreißig oder viei^ig JcMen, kann ja vielleicht inmüer noch ein slâches Billett nötig weichen!" Zwei Jahre später sollte -es wirNich so llmmn-en. Und dennoch, wenn man dos »Schicksal dieses Herrschers- Las sich feither erfüllt hat, im Aufammenhalt úrit seiner wahren Persönlichkeit betrachtet, f'mLei man -sich versucht, ihn eher zu heglückwüuschen als z« -bedauern. Hat es ihn denn nicht eigentlich jene Freiheit wiedcrgcgcben, die er durch Jahrzehnte mit goldenen Fesseln vertauscht hotte? Was mußte er IN dicher lan-^ Zeit leiden, er, der sich so heiß zur Mustk, zur .Kunst, zu allem Schönen hingezogeu fühlte, und der aus all dies verzichten mußte, nur .um der Pflicht zu lckben, einer un-gehcnren Aufgabe ohne Dank, mngcbcir von ollear Gefahrm und Schlechtigkeiten? Was mußte «er lLidcn, den eine Lna-uZ- wschliâ -Schn'sucht nach den Bergen und Wäldeni. der Heimat bescelte, der, um sie sich vorzutäuscheu, Forste im Gebirge an­­tc^n und dort von Münchner .KÄMcrw.Hütten hauen ließ, in Vic er sich Ur Stunden eimchlftß, um sich zu den Tcmnen MV MlÄbächcn und Firnen zurückzuträumen? Was mußte er lci>«n, mit dem- zarrbesottetcn, für die feinsten Üldgungen snrp­­-kindliche -HerIen, iniW dos Leben iägl-ich' mW stün-dlich die eiserne Miene Md die enbarnrungslos zupockende starke Hand von ihm forderte? War eiust-ens der Ehrgeiz sein Berführer, Wine Aufgabe voll Schwicrigkciien 'sondergleichen, um'den Preis Les fürstlichcn Purpurs zu übernehanen, so hat er ihn mit dem Mück seiner Mamrcsjcchre ilberreichlich gebüßt." -SMveit Madjera. Zwei Jahre später verließ König Fer­dinand Bulgaricn für imnter. Dirrer beior Reichsverweser. Das Ang. LLß-Kvrr.-Bur. meldet: Der Reichsverweser und dcffen Gemahlin gaben Samstag, Len 11. d., abends halb neuen Uhr, ein Diner, arr dem teilnahnrent Erzherzog Josef, Erzherzogin Augusta, Erz­herzog Josef Franz, E^herzogin Sophie, Minister-Präsident Gras Stefan Bethlen Md GMahlin, Geheimer Rat Franz Bolgár, Generaloberst i. R. Baron Leopold Hcmcr, Feldzeugs­­ineister -i R. Baron Georg Baläs, General der JnsMteric i. R. Bela Sorsich, General der Kavallerie i. R. Graf Fer­dinand Blssingcu und Gemahlin, Konteradmiral Emil Kőnek, OberslaLthauptMann Dr. Emerich Nâdost; und Ge­mahlin, O-^gespan Elemér Preßlr, und Gemahlin, Obersi Baron Balthasar Läng, Baron Geza Pap, Major Georg l^gey und FlügeladjMant Hauptnmnn Josef Gorgen. D« Reichsverweser im Piaristeughmnafium. Das Pia­­risterwÄerMMw.sium veranstattct« gestern eine Jahresschluß­­seier, in deren Rahmen auch Propagáuda -für die Ziele der „Magyar Jövâ" gemacht wurde. D^ Feier Mlâte auch Reic^erwcher NstolcmS v. Horthy mit tztemahlin mW KiUdern an. Der Reichsverweser wurde VM Direktor BÄci Log Hy btzpÄßl, der Lich Sie Festrede hielt. Im Berlaufe der Fei-er brachte Zöglitm der IV. Klasse JAkolaus v. Horthy, ei« Sohu des MicAoerW^rL, Las Gedicht ^Pclösis Ltteys'^ MM Bovtrqa.

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